Monat: Juli 2011

unerwünschte Meinungen in Kommentaren: braucht es eine mutige die sie löscht?

unerwünschte Meinungen in Kommentaren: braucht es eine mutige die sie löscht?

Jede Zeitung und beinahe jeder Blog bieten heutzutage die Möglichkeit Artikel zu kommentieren. Eine gute Möglichkeit seine ZENSIERT zu einem bestimmten Thema zu äussern und mit anderen Lesern zu diskutieren- denkt man!

Viele Kommentare schaffen den Weg an die Öffentlichkeit aber gar nie. In einer grösseren Redaktion wird dafür der Personalbestand eines kleineren Unternehmens beschäftigt um die Flut der Kommentare zu lesen und auf anstössige Inhalte , Beleidigungen oder schlimmeres zu untersuchen. Dass es gewisse Grenzen gibt sollte jedem klar sein.

Das Problem liegt aber doch tiefer- auch Kommentare  die politisch nicht korrekt oder nicht der Philosophie des Verlags entsprechen werden oftmals nicht veröffentlicht. Die Verlage und Blogs geben in der Regel keine Auskunft weshalb bestimmte Kommentare gelöscht wurden, obwohl andere Kommentare die inhaltlich fast oder sogar identisch sind durchgewunken werden.

Damit verärgern die Zeitungen und Blogs ihre eigenen Leser und schaden sich am Ende selber. Sie behindern damit auch die freie Meinungsäusserung- und Bildung. Die Leser erwarten heutzutage bei Themen mitdiskutieren zu können uns sind wenig erfreut wenn ihre Arbeit auf diesem Weg vernichtet wird denn einige Kommentarschreiber nehmen sich sehr viel Zeit um umfangreich und differenziert ihre Meinung zu äussern.

Kommentarmoderation ist empfehlenswert

Wie löst man nun dieses zugegebenermassen schwierige Problem? Eine Idee wäre es, die Kommentare grundsätzlich zu veröffentlichen und nur Kommentare zu entfernen die von sehr vielen Lesern beanstandet wurden. Allerdings ist das auch keine gute Lösung denn was den einen stört ist dem anderen egal, somit wären wir wieder am gleichen Punkt angelangt. Die Kommentare überhaupt nicht zu moderieren ist also auch keine gute Lösung da es so passieren kann, dass Diskussionen komplett aus dem Ruder laufen und man auch viele sinnbefreite oder reine Spamkommentare löschen muss- zumindest wenn man nicht will dass die Diskussion komplett unübersichtlich wird.

Kritische Meinungen zulassen

Elementar wichtig ist es auch kritische Meinungen zuzulassen, egal ob die einem gefallen oder nicht und auch unabhängig davon ob sie der Philosophie des Verlags entsprechen, denn wenn man anfängt zu zensieren merken dass die betroffenenen Leser und wenden sich entweder ab oder verkünden ihre Meinung oder ihren Unmut woanders und fügen damit dem Unternehmen schaden zu.

arüber hat man letzendlich keine Kontrolle mehr, also ist es viel besser die Demokratie spielen zu lassen und nicht unnötig einzugreifen, sonst kann das unter Umständen auch sehr negative Folgen haben. Man denke nur einmal daran dass auch prominente Persönlichkeiten kommentieren und das längst nicht immer unter ihrem echten Namen. Wenn der Kommentarschreiber ein bekannter Blogger oder Journalist ist kann der Schuss komplett nach hinten losgehen und die Zensur wird zu einem echten ZENSIERT.

mit künstlichen Hürden schaden sich Verlage und Blogs selber

Wichtig scheint uns, dass  man die freie Meinungsbildung nicht zusätzlich durch Captchas, Rechenaufgaben oder einer unnötigen und lästigen Registrierungspflicht erschwert oder sogar verhindert, denn es ist Fakt dass viele Kommentarschreiber durch solche künstlichen Hürden verärgert und abgeschreckt werden. Hinzukommt dass solche Hürden beim Leser auch das Gefühl hinterlassen, man möchte doch eigentlich lieber in Ruhe gelassen werden.

Natürlich gibt es auch das Problem der Spamkommentare aber das lässt sich auch mit anderen Massnahmenals mit Captchas oder ähnlichem lösen. Abgesehen von alledem verstösst man mit solchen Hürden auch gegen das verfassungsmässig zugesicherte Recht der freien Meinungsäusserung.

Ist das Internet in der westlichen Welt wirklich so frei wie wir immer denken? Was denken Sie?

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Wieviel schneller sind Computer in den letzten Jahren wirklich geworden? Die Merhkerntechnologie macht einen Vergleich zu früher schwer deshalb hat tomshardwared den ultimativen Test gemacht. Verschiedene Generationen und Architekturen der letzten Jahre. Alle auf 1 Kern beschnitten und getestet:Prozessoren pro Takt-Performance Effizienz

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Wie wirkt sich Nutzung von sozialen Netzwerken auf das Ranking einer Webseite aus? Die Ergebnisse sind überraschend. Das Video von Rand Fishkin in Englisch ist lehrreich und interessant. Dauer: 1:21

Nedie neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Trollforschung Sascha Lobo. Der unterhaltsame und interessante Videovortrag ist sehr aufschlussreich. Dauer: 56:06

saschalobo.com

Wieso haben wir Angst vor Androiden? neues aus der Hirnforschung

Wired.com

Soziale Netzwerke: Wechselseitige Verbindungen sind erfolgreicher

Google+ war gestern: jetzt kommt Anon+

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Anonymous arbeitet an einem eigenen sozialen Netwerk. Das haben die Verantwortlichen entschieden  nachdem immer mehr Nutzerprofile von Anonymous Mitgliedern auf Google+ suspendiert wurden weil sie gegen Googles Nutzungsbedingungen verstossen haben.

Wieviele Nutzer davon betroffen sind ist nicht bekannt aber es gibt viele von Google+ ausgeschlossene Anynomous Mitglieder die nun auf Twitter versuchen an eine erneute Einladung für Google+ zu kommen. Das eigene soziale Netwerk von Anonymous steht allerdings noch ganz am Anfang.

Die Mitgliedschaft wird im Gegensatz zu Google anonym möglich sein und das ist ein grosser Unterschied zu Google, denn dort werden angebliche keine Pseudonyme toleriert und Google  verlangt die Angabe von Klarnamen- ein Schutz ist auch das nicht denn wie will Google überprüfen ob der Name echt ist oder nicht. Hinzukommt dass viele Accounts wie der  von @Ennomanenachdem viele Blogs darüber berichtet hatten wurde der Account von Google stillschweigend wieder aktiviert. In seinem Blog beschreibt Enno Park wie er mit richtigem Namen heisst die ganze Geschichte ausführlich.

Das Vorgehen von Google ist intransparent und natürlich gibt Google darüber auch keine Auskunft. Vor ein paar Monaten war Google noch ganz anderer Meinung und trat für das Recht auf ein Synonym ein. Als Reaktion auf dieses ganze Hickhack hat Anonymous nun Anonplus ins Leben gerufen. Man kann zumindest davon ausgehen dass die Nutungsbedingungen von AnonPlus deutlich weniger restriktiv sein werden als die von Google+.

Die Homepage von Anonplus enthält derzeit allerdings nur eine Mitteilung mit dem Hinweis: „Dieses Projekt wird nicht über Nacht fertig und es braucht die Mithilfe von vielen die ein besseres Internet wollen. Wir werden uns weder von Trollen noch von denen, die uns davon abhalten möchten die Wahrheit zu verbreiten aufhalten lassen. Wir möchten betonen dass dieses Projekt für ALLE gedacht ist, nicht nur Anonymous.“

Es ist anzunehmen dass Anonymous vom momentanen Hype um Google+ profitieren möchte und dass das Projekt aus diesem Grund in noch unfertigem Stadium vorgestellt hat. Allerdings ist es fraglich ob ein unbenutzbares Soziales Netzwerk von Google+ Popularität profitieren kann. Anonymous hat sich mit der Ankündigung von Anonplus selber ganz schön unter Zugzwang gebracht denn viele zukünftige Nutzer warten bereits mit Spannung auf das neue soziale Netzwerk.

Besonders bemerkenswert ist aber dass sehr viele Nutzer Anonymous eher Vertrauen als Google oder Facebook.